Alle Artikel in: Allgemein

Unternehmen 2020: Mensch und Gesellschaft rücken in den Mittelpunkt

Vor kurzem habe ich eine E-Mail erhalten, in der es hieß: „Tech alone does not solve all human problems. We really need to pay more attention to the human side of the future.” Technik allein ist nicht alles – und das schreibe ich als überzeugter Ingenieur. Wir werden die aktuellen und noch kommenden Probleme (Klima, Umwelt, Wohlstand, Ernährung etc.) nicht lösen, wenn wir keine Aufmerksamkeit auf die Menschen legen und sie auf dem Lösungsweg mitnehmen.

Coaching mit Pferden: authentisch, entspannt und zeitsparend

Seit einiger Zeit bieten wir in unserem Beratungs-Portfolio Pferde-gestütztes Coaching an. Die Formulierung ist sperrig, trifft es aber: Denn als Coach habe ich mit dem Pferd tatsächlich eine Unterstützung, einen Co-Trainer an meiner Seite. Pferde haben eine sehr feine Wahrnehmung für unbewusste Signale. Wer die Tiere mit Hilfe der eigenen Ausstrahlung führt und dabei beobachtet, der profitiert von den gemachten Erfahrungen für die Führung eigener Mitarbeiter.

Digitalisierung in Unternehmen = Optimierung von Arbeitsprozessen

Vor einigen Wochen schrieb der IT- und Medien-Redakteur der „Wirtschaftswoche“, Michael Kroker, über die noch immer schleppende Digitalisierung in vielen Unternehmen. Seine Feststellung: „Es reicht nicht aus, für die Digitalisierung einen Chief Transformation Officer zu berufen. Vielmehr müssen Entscheider bei der digitalen Transformation selber vorangehen und die Mitarbeiter mitnehmen.“ Und genau das würden viele Unternehmens-Chefs verzögern. Studien zufolge beklage bei den Herausforderungen durch die Digitalisierung jeder zweite Beschäftigte in Deutschland eine mangelnde Unterstützung der Führungsebene. In vielen Firmen werde über notwendige Schritte zur Digitalisierung zwar gesprochen, diese würden aber von vielen Verantwortlichen an der Unternehmens-Spitze (Geschäftsführer, Vorstände, Unternehmer) weder umgesetzt, noch vorgelebt. Diese Beobachtungen mache auch ich in vielen Betrieben. Und das Thema Digitalisierung steht entsprechend oft auf unserer Agenda, wenn ich Unternehmen bei ihrer Geschäftsentwicklung berate oder wir Führungskräfte oder Fachkräfte fürs Interim-Management vermitteln. Ich finde allerdings, dass es keine reine digitale oder analoge Welt mehr gibt. Das ist alles zusammengewachsen. Wir unterscheiden nicht digital und analog, sondern wie intensiv wir digitale Hilfsmittel nutzen und Arbeitsprozesse – ob digital oder analog – sinnvoll ineinander … weiterlesen

In den Süden und zurück in den Osten: 30 Jahre innerdeutsche Migration

Zum 30. Mal jährt sich in diesen Tagen die Öffnung der innerdeutschen Grenze. Diese Öffnung und schließlich die Wiedervereinigung sorgten dafür, dass zahlreiche Arbeitskräfte aus dem Osten in den Westen und vor allem in den Süden Deutschlands zogen. Viele Branchen und Unternehmen gerade in den Technologie-starken süddeutschen Bundesländern haben davon profitiert. Heute beobachte ich eine Gegenbewegung: Menschen, die in der Nach-Wende-Zeit aus der ehemaligen DDR kamen, sich in Stuttgart oder Ulm mit ihrem Know-how eingebracht und weiterentwickelt haben, zieht es nun in ihre alte Heimat. Eine In-den-Süden-und-zurück-in-den-Osten-Migration. Diese Rückwanderung hat einen Grund in der Wandlung und Modernisierung der Industrie, die wir in Regionen wie Dresden oder Chemnitz finden. Hier gibt es heute viel mehr interessante und anspruchsvolle Technologie-orientierte Arbeitsplätze als noch vor wenigen Jahren. Wenn ich Unternehmen und Beschäftigte vor Ort besuche, erlebe ich eine neue Aufbruchstimmung. Hier wird nicht nur produziert, hier wird intensiv in moderne technische Entwicklungen investiert. Wer berufliche Perspektiven sucht und gleichzeitig familiären Wurzeln in Sachsen oder Thüringen treu bleiben oder alte Bindungen erneuern will, hat hier ausgezeichnete Chancen. Auch für … weiterlesen

Der innere Schweinehund – mein liebstes Haustier

Aufschieberitis hat etwas Gutes: Sie hat einen ganzen Geschäftszweig hervorgebracht. Ungezählte Berater, Autoren und Institute bieten Tipps, Bücher und Seminare an, um Dinge schneller und effizienter zu erledigen. Viele Ratschläge scheitern aber am eigenen Schweinehund. Ihn gilt es zu zähmen – oder noch besser: das Zusammenleben mit ihm zu gestalten. Für mich ist der innere Schweinehund ein liebgewonnenes Haustier geworden. Stefan Frädrich und Timo Würz haben ihm in über einem Dutzend Bücher (http://guenter-prinzip.de) ein Gesicht und einen Namen gegeben. Ich arrangiere mich mit ihm vor allem über zwei Wege: 1) Akzeptanz erhöhen und 2) Anspruch reduzieren. Denn dem Nicht-Anfangen, liegt oft ein hoher Anspruch zugrunde. Das Fitness-Studio soll Spaß machen, keine Zeit kosten und nach zweimal 30 Minuten Spuren eines gestählten Körpers hinterlassen. Oder: Der Aufsatz, den ich schreibe, soll direkt alle Leser begeistern. So hohe Ansprüche hemmen uns, mit einem Projekt überhaupt zu beginnen. Wenn wir aber den inneren Schweinehund nicht als Bremser wahrnehmen („Das schaffst Du eh nicht“), sondern als motivierenden Freund („Du wirst stolz auf das Erreichte sein“), macht es richtig Spaß, … weiterlesen