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Erfolgreich durch den Corona Lockdown – Rezepte und Zutaten

Das neue Jahr beginnt, wie das alte aufgehört hat: mit einem Stillstand in weiten Teilen der Wirtschaft sowie Kontakt- und Reisebeschränkungen. Und immer mehr Branchen und Unternehmen fragen sich, wie sie jemals aus dem Corona-Dilemma herauskommen. Die Lage ist wirklich schwierig. Doch Not macht erfinderisch und immer mehr Betriebe entwickeln Ideen fürs Überleben. Wie wir selbst bislang erfolgreich durch die Pandemie gekommen sind, habe ich an dieser Stelle schon geschrieben. Die wichtigsten Zutaten in unserem Erfolgsrezept waren Aktivität, Kreativität und Veränderungs-Bereitschaft.

Zunächst einmal haben wir im ersten Lockdown vor nunmehr zehn Monaten unsere Mitarbeiter nicht einfach nur in Homeoffice oder Kurzarbeit geschickt, sondern im gleichen Schritt die interne Kommunikation untereinander strukturiert und intensiviert. Unsere wöchentlichen Meetings und Kundengespräche haben wir durch regelmäßige Video-Calls und Telefonate ersetzt. Das Wichtigste war, dass es in ihnen nicht nur um fachliche Themen und die Aufträge ging, sondern ganz oft auch um die Arbeit im Homeoffice, um neu zu schaffende Tagesstrukturen, um ein Coaching, das vielen Beschäftigten in dieser Zeit der persönlichen Belastung wesentlich weitergeholfen hat. Das hat uns als Unternehmen viel Zeit und auch Geld gekostet, aber diese Betreuung von Mitarbeitern und Kunden war es allemal wert.

Gleiches gilt für die externe Kommunikation. Seitdem Corona unser Leben bestimmt, haben wir als Unternehmen unsere Kommunikation nach außen intensiviert: Durch diesen Blog, den wir beflügelt durch Corona eigens eingerichtet haben, durch klassische Pressearbeit, durch die (natürlich Corona-konforme und somit digitale oder telefonische) Kontaktpflege zu Medien und Multiplikatoren. Dadurch konnten wir unsere Sichtbarkeit auf dem Markt sogar steigern und haben noch in der Krise neue Kunden gewinnen können. 

Die Hände in den Schoß zu legen, ist also in jedem Fall die falsche Strategie in der jetzigen Situation. Nur wer trotz der prekären Lage früh aufsteht, wahrnehmbar kommuniziert und neue Ideen entwickelt, kann erfolgreich durch die Krise kommen. Dazu zählt für mich auch, bereit zu sein zum Investieren. So riskant es klingen mag.

Ein Beispiel: Wir selbst haben während der Krise unsere Geschäftsführung erweitert. Weil ich selbst durch die o.g. Maßnahmen – die Intensivierung der Kommunikation, Begleiten und Coaching meiner Mitarbeiter im Homeoffice – stark ausgelastet war und zudem ein Ausfall von mir das Unternehmen in dieser Situation in unvorhersehbare Schwierigkeiten führen könnte, habe ich einen stellvertretenden Geschäftsführer bestimmt. Er hat mir viele Aufgaben abnehmen können und mich entlastet. Durch seine professionelle Betreuung der externen und internen Projekte haben wir die hohen Ansprüche unserer Kunden in diesen turbulenten Zeiten bedienen und alle Abläufe sicherstellen können. 

Diese Investition wurde von Mitarbeitern und Kunden sehr positiv wahrgenommen und ich habe sie nicht bereut. Zumal fast alle Investitionen – zum Beispiel auch die in ein neues Technisches Büro – Kommunikation und öffentliche Aufmerksamkeit nach sich ziehen können. Und das wiederum sorgt für ein positives Außenbild und eine positive Entwicklung der Auftragslage. 

Viele von Einschränkungen betroffene Unternehmen haben gehandelt. Gastronomie-Betriebe haben Liefer- und Mitnahme-Services aufgebaut, andere haben ihre Website erneuert und profitieren seitdem davon, dass nicht nur Essen und Getränke online bestellt werden können, sondern dass sie von den Suchmaschinen nun auch besser gefunden werden. Viele – wie wir auch – haben die Zwangspause auch für die Digitalisierung genutzt. Für digitale Buchhaltung, Ausbau stabiler Konferenzsysteme und vieles mehr. Hierfür gibt es zudem Fördergelder, was die finanzielle Belastung reduziert.

Natürlich passen die einzelnen Zutaten, Vorschläge und Ideen nicht gleichermaßen auf alle Unternehmen. Aber vieles davon lässt sich anwenden oder für die jeweilige Branche als eigenes Rezept adaptieren. Wichtig ist nur: Kein Stillstand! Wer aufhört zu schwimmen, wird von der Strömung abgetrieben. Bleiben Sie also alle aktiv, um zu überleben und sich weiterzuentwickeln!

Ihr Joachim Lang

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