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Home-Office: Mitarbeiterführung in Zeiten von Corona

Seit 10 Tagen ist bei uns – wie bei vielen anderen Unternehmen – Home-Office angesagt. Die meisten unserer Personalberater, Ingenieure und Interim Manager arbeiten von zu Hause aus. Das Coronavirus eben…

Um in diesen außergewöhnlichen Zeiten ohne persönlichen Kontakt den Betrieb aufrecht zu erhalten, ist für uns eine regelmäßige und strukturierte Kommunikation unerlässlich. Daher haben wir zu festen Zeiten Konferenzen von Verwaltung und Geschäftsleitung. Wir haben uns für Skype entschieden, damit wir uns gegenseitig sehen können und nicht nur miteinander telefonieren. Das ist wichtig – und liefert manchmal auch Anlässe zur Erheiterung, je nachdem wo sich die Mitarbeiter während der Skype-Session aufhalten (Keller, Kinderzimmer, Küche – nicht jeder hat ein Arbeitszimmer zu Hause).

Solche Konferenzen müssen unbedingt moderiert werden. Eine offene Diskussion wie in einem Besprechungsraum, bei der Redebeiträge eingeworfen werden, funktioniert nicht. Das gibt ein großes Durcheinander. Was wir dadurch lernen: Zuhören, Beiträge später in Ruhe ergänzen. Es ist wie in einem Orchester: Der Dirigent gibt die Einsätze. Dann klingt das Ganze auch gut – und ist genauso effektiv wie eine persönliche Runde.

Für den Austausch über Entfernungen sind zwei Dinge besonders wichtig: Dass alle Beteiligte funktionierende IT-Tools haben, und das wir eine strukturierte (!) Kommunikation schaffen. Darum erhalten alle Mitarbeiter – neben den täglichen Skype-Konferenzen der Leitungsebene – zu zwei festen Terminen in der Woche Mails, mit denen ich sie auf den aktuellen Stand bringe, Informationen streue und Tipps gebe für die erfolgreiche Arbeit zu Hause.

Derzeit arbeiten ja nicht nur viele Beschäftigte im Home-Office, sondern auch deren Kinder, weil die Schulen geschlossen sind. Das heißt, die Familie hockt 24 Stunden lang aufeinander und teilt sich mitunter einen Schreibtisch. Das ist für viele psychisch belastend – mehr als der berühmte Lagerkoller. Vielen fehlt der Ausgleich. Das gilt umso mehr, seit durch Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote unsere Bewegungsfreiheit reduziert ist. Auch darum ist mir die Kommunikation mit den Beschäftigten so wichtig.

Manchen Mitarbeitern fehlt eine gute Arbeits- und Tagesstruktur mit festen Zeiten. So wie ein Stundenplan in der Schule. Mein Rat an die Beschäftigten: Planen Sie mit Ihren Familien: Wann ist Zeit für Schularbeiten, wann Zeit für Jobs, wann für Freizeit… Wer schon immer mehr Struktur in sein Leben bringen wollte, der hat jetzt die Chance dazu. Corona sei Dank…

Diese Woche werde ich noch an einem Webinar zum Thema Mitarbeiterführung im Home-Office teilnehmen. Ich bin gespannt darauf, was es an zusätzlichem Input bringt.

Arbeiten in Corona-Zeiten: Machen Sie das Beste daraus und bleiben Sie gesund!

Ihr Joachim Lang

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